Kennst du auch diesen herrlichen Duft, wenn irgendwo frisches Brot gebacken wird? Dieses warme, wohlige Aroma, das dich für einen Moment innehalten lässt und Erinnerungen weckt? Vielleicht an gemütliche Sonntage, an das Zusammensein mit lieben Menschen oder an einen Moment purer Geborgenheit? Und nicht zu vergessen, was der Duft im Mund für einen Speichelsturz auslöst…
Heutzutage zieht dieser Duft mehrmals in der Woche durch unsere Wohnung. Und ja – manchmal auch bis ins Treppenhaus. Wir wurden schon mehrfach von den Nachbarn angesprochen, dass es bei uns immer so lecker riecht. 😉
Das Brotbacken begleitet mich schon lange. Begonnen hat es schon in der Kindheit. Ich kann mich noch an Brotback-Kurse von der VHS erinnern, die ich als Jugendliche gemeinsam mit meiner Mutter besucht hatte. Damals habe ich den Altersschnitt ziemlich gesenkt. In der Studienzeit ging es dann weiter. Ich hatte das erste Mal eine Küche nur für mich und konnte tun und lassen, was ich wollte. Das hat meiner Kreativität in der Küche einen enormen Schub verpasst. Und ja, glücklicherweise war (und ist) mein heutiger Mann genauso ein Foodie, sodass wir uns gegenseitig immer wieder angesteckt haben.
Der Sauerteig, mit dem wir heute backen, ist bald schon 6 Jahre alt und häufig umgezogen. Seitdem backen wir, mal regelmäßiger und mal seltener, damit unser Brot. Und ja, auch Brötchen. Backwaren kaufen wir eigentlich gar nicht mehr ein, höchstens mal im Urlaub, wenn das vorgebackene Brot leer ist oder wir einfach mal wieder den Unterschied merken wollen.
Aber warum fasziniert mich der Sauerteig so sehr (dass ich sogar gerade ein Kinderbuch darüber schreibe)?
Für mich ist das Backen mit Sauerteig nicht einfach „nur“ Brotbacken, damit ich etwas zu essen habe. Für mich geht es um etwas viel tieferes.
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