Hallöchen!

Ich bin Johanna.

Ich lebe mit meinem Mann Paul in Slowenien, in einem alten Bauernhaus, das wir gerade Stück für Stück renovieren. Wenn ich morgens aufstehe, weiß ich meistens ungefähr, was ansteht – und auch ziemlich sicher, dass es doch anders kommt. wink

Gerade gehören Handwerker, offene Fragen und irgendwelche „Baustellenentscheidungen“ ganz selbstverständlich zu meinem Alltag.
Ansonsten schreibe ich und arbeite an neuen Büchern, koche und backe oder bin irgendwo draußen unterwegs.

Ziemlich sicher denke ich auch schon darüber nach, was es als nächstes zu essen geben könnte. Essen nimmt überhaupt viel Raum in meinem Kopf ein. Was wächst gerade im Garten? Was könnte ich daraus machen? Welches Gebäck backe ich als Nächstes?
Ich liebe es, aus ein paar einfachen Dingen etwas richtig Leckeres zu machen und das zu genießen.

Außerdem mag ich Dinge, die nicht glatt und perfekt sind. Krummes Gemüse zum Beispiel. Alte Häuser. Seltsame Fundstücke. Bäume mit Charakter. Dinge, die ein bisschen aus der Reihe tanzen. Wenn am Himmel eine ungewöhnliche Wolkenform da ist, kann es gut sein, dass ich davon erstmal ein Foto mache.

Ich mag diese kleinen Besonderheiten, an denen man im Alltag schnell vorbeigeht. Sie bringen mich zum Schmunzeln, zum Nachdenken und so auch zum Schreiben.

Ich denke gern. Manchmal auch sehr viel. Am liebsten tue ich das mitten im Leben. Ich beobachte etwas oder mache Erfahrungen, scheitere an dem einen, freue mich über das andere und verstehe manches erst im Nachhinein. Oder auch gar nicht.
Ich glaube nicht, dass ich die Weisheit über das Leben gepachtet habe. Ich lebe einfach.

Und ab und zu schreibe ich darüber.

Neben all dem Nachdenken bin ich übrigens deutlich weniger ernst, als manche meiner Texte vielleicht vermuten lassen. Ich kann ziemlich lustig sein, über mich selbst lachen und das Leben sehr locker nehmen. Denn ich liebe es zu lachen. laughing

Ich bin auch ungeduldig. Und manchmal still. Es gibt Tage, an denen ich ganz viel zu sagen habe, und Momente, in denen einfach nichts kommt.

All das gehört für mich zusammen.

Ich bin nicht nur eine Sache.
Ich bin Autorin und Unternehmerin. Ich habe ein Kinderbuch geschrieben. Ich arbeite an neuen Projekten. Ich lebe in Slowenien, renoviere ein altes Haus, gärtnere, backe mit Sauerteig, spreche mit Handwerkern, sitze am Rechner, organisiere Dinge und verliere mich zwischendurch in irgendwelchen Gedanken.

Manchmal fühlt sich mein Leben ziemlich kunterbunt an. Und genau das mag ich daran.

Früher dachte ich, ich müsste mich irgendwie entscheiden. Einen klaren Weg haben. Eine eindeutige Rolle. Heute finde ich viel schöner, dass all diese Dinge gleichzeitig da sein dürfen.

Einen großen Wendepunkt in meinem Leben gab es trotzdem. Mein Papa ist vor fünf Jahren viel zu früh gestorben.
Sein Tod hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich keine Ahnung habe, wie viel Zeit ich habe. Seitdem versuche ich, mein Leben weniger auf später zu verschieben.
Das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag besonders sinnvoll oder mutig verbringe. Manchmal bin ich genervt, müde oder verliere mich in völlig unwichtigen Dingen.

Aber auch an diesen Tagen weiß ich: Das hier ist mein Leben. Und all das gehört dazu.

Die Regentage und die Sonnentage. Die großen Fragen und die ziemlich unwichtige Überlegung, was wir morgen essen. Das Schreiben, das Gärtnern, die Ungeduld, das Lachen und wahrscheinlich irgendwo noch ein Teig, der dringend meine Aufmerksamkeit braucht.

Gerade ist das mein Leben. Und ich mag es ziemlich gern.

Johanna Franziska Konertz

Warum der Doppelname?

Als Kind konnte ich meinen zweiten Vornamen absolut nicht leiden.

Jedes Mal, wenn ich von anderen Menschen laut damit angesprochen oder aufgerufen wurde, versank ich im Boden. Ich schämte mich dafür. Und der Name fühlte sich für mich fremd an. Ich selbst benutzte ihn nie. Es war es fast so, als gehörte er nicht wirklich zu mir. Ich tat aber auch alles dafür, ihn zu verstecken. 
Und ja, die meisten Freunde aus der Kindheit kennen ihn bis heute nicht.

Als ich vor einigen Jahren begann, mich mit mir selbst zu beschäftigen und mehr und mehr in Verbindung mit mir zu gehen, veränderte sich das. Zunächst konnte ich ihn akzeptieren. Und inzwischen mag ich den Namen wirklich gern. 🙂
Er fühlte sich an wie ein Teil von mir, der lange im Schatten lag und nun endlich seinen Platz bekommen hat.

Heute ist es ein schönes Gefühl, meinen ganzen Namen zu zeigen. Auch wenn mich alle weiterhin nur Johanna nennen – in mir bin ich längst Johanna Franziska.

Und dann ist da noch das Schriftbild. Ich liebe es, wie mein vollständiger Name mit seinen geschwungenen Buchstaben eine Geschichte erzählt. Jeder einzelne Name trägt einen Buchstaben, der unter die Schriftlinie geht. Und das auch noch auf eine wundervolle symmetrische Art und Weise: das J am Anfang von Johanna, das Z in der Mitte von Franziska und das Z am Ende meines angenommenen Nachnamens. Diese Harmonie gefällt mir sehr.

Und doch: Du darfst mich einfach Johanna nennen.

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